Enrique Barón Crespo erhält Bundesverdienstkreuz

CAPITALENT gratuliert

Juli 2014

Für seine Verdienste wurde Enrique Barón Crespo im Juli 2014 in einer feierlichen Zeremonie in der Residenz der deutschen Botschaft in Madrid das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband verliehen. Botschafter Reinhard Silberberg würdigte Enrique Barón als einen großen Europäer, der viel für die europäische Idee geleistet habe. Barón ging in seiner Rede auf die besonderen Umstände ein, die 1989 mit dem Fall der Mauer einhergingen – ein Ereignis, das genau in die Zeit fiel, als er Präsident des Europäischen Parlaments war. Barón bekleidete das Amt vom Juni 1989 bis Januar 1992.

Diese Epoche, so Barón, war außerordentlich prägend, für ihn persönlich wie für die europäische Integration. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Personen, die mit ihren Handlungen die damalige Zeit mitgestalteten, wie Helmut Kohl und Willy Brandt. Weiterhin hob er hervor, dass bei der Niederlegung des deutschen Grundgesetzes der europäische Gedanke im Text bereits verankert gewesen sei.

Enrique Barón Crespo stammt aus Madrid, studierte Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Madrid und Paris und arbeitete als Rechtsanwalt. Bereits während der Franco-Diktatur gründete er eine (damals in Spanien noch illegale) linkssozialistische Partei, die er 1977, nach dem Tod des Diktators und in der Zeit der beginnenden Demokratisierung des Landes, in die bereits bestehende spanische Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) unter der Leitung von Felipe González eingliederte. Nach den ersten demokratischen Wahlen 1977 wurde er wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der PSOE-Fraktion im Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados). Von 1982 bis 1985 war er Minister für Verkehr, Kommunikation und Tourismus in der ersten Regierung von Felipe González. Über lange Jahre gehörte er in verschiedenen Funktionen dem Europäischen Parlament an.

Enrique Barón ist Capitalent und im Besonderen César Rodríguez Rabanal freundschaftlich verbunden. Sein Rat wurde in jüngerer Zeit vor allem im Zusammenhang mit Fragen zur grassierenden Jugendarbeitslosigkeit in Spanien gesucht.

 

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