Kreative Dissonanzen

Disruption und Digitalisierung am Beispiel der Musik

Im Januar 2017 nahm ein kreativer Gedanke Gestalt an: Was hat die Musik(-industrie), was die Industrie nicht hat? Oder anders: Was kann die Industrie von der Musik lernen? Hierzu hatte CAPITALENT führende Manager der deutschen Energiewirtschaft ins Berliner Hotel Adlon eingeladen.

Januar 2017

Der kreative Gedanke, an dem der renommierte Pianist, Ratko Delorko, maßgeblichen Anteil hatte, bestand darin, die gegenwärtige, industrielle Welt mit der Welt der Musik zu vergleichen. Die Stichworte, die zu Beginn die gedankliche Reise begleiteten, lauteten: „…Disruption, Digitalisierung, Agilität, Learning Journey, Industrie 4.0, Blockchain, Disruptive Talent, Creativity, Unsicherheit äußerer Rahmenbedingungen, latente Instabilität…“.

Ratko Delorko hatte dazu gemeint, es „sei ja wie in der Musik…“ und die Aufgabe übernommen, mittels eines konzertanten Vortrags die Zuhörer aus ihrer Welt abzuholen und aufzuzeigen, dass Disruptionen nicht nur die Wirtschaft kennzeichnen, sondern es vergleichbare Phänomene sehr wohl auch in der Musik gibt. Das gelang Herrn Delorko ganz großartig. Die Zuhörer waren begeistert. Rakto  Delorko spannte den Bogen sowohl aus musikgeschichtlicher Perspektive als auch aus der Geschichte der Instrumente (wobei er ein altertümliches Original-Spinett mitgebracht hatte), zeigte Disruptionen auf am Beispiel der Unternehmensgeschichte verschiedener Klavierbauunternehmen. Alles sehr kurzweilig, intelligent und witzig, zackig vorgetragen, denn – es ging ja in erster Linie um die Musik – er verzückte sein Publikum auch mit seinem erstklassigen Klavierspiel.

 

Autor: Dr. Wolfgang H. Koch, Partner

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