Interview mit einem Robot

Was bringt die Zukunft?

Andi, der Robot Rekrutierer schafft 1.000 Job Interviews pro Stunde, so Oliver Moody in The Times. Roboter wären nicht nur potentielle Jobkiller, sie würden uns in Kürze auch erzählen, wie wir an neue Jobs kommen, berichtet Moody. So trainiert Andi, ein Interview-Coach basierend auf Künstlicher Intelligenz, der von der kalifornischen Firma Botanic entwickelt wurde, seit Beginn des Jahres Bewerber in drei Anforderungsprofilen. Der bewegliche Cartoon Avatar stellt im Video-Interview nicht nur Multiple-Choice Fragen, er hilft den Bewerbern auch hinsichtlich ihres sprachlichen Ausdrucksvermögens und ihrer Körpersprache.

Juni 2018

Mark Meadows, Gründer von Botanic, sagt, das System könne bis zu 24 Charaktereigenschaften erfassen. Es gäbe für einzelne Berufsgruppen entsprechende Templates. So für Personen im Gesundheitswesen oder für Financial Services. Charaktereigenschaften, so wie jemand die Begrüßung wählt, sei es mehr formal oder flapsig, würden erfasst. Ebenso die visuelle Erscheinung des Bewerbers, die Stimmfärbung oder die Kleidung.

Zuvor hatte Botanic bereits einen photo-realistischen Medizin-Ratgeber-Bot für das chinesische Gesundheitsministerium entwickelt, der auf Englisch, Mandarin und Spanisch arbeitet. Meadows betrachtet Andi als Leuchtturmprojekt einer neuen Generation von KI, in der Künstliche Intelligenz so trainiert wird, dass die Aufgaben tausender Krankenschwestern, Anwälte, Ingenieure und anderer Berufe nicht mehr durch Menschen durchgeführt würden. Meadows erwartet, dass in Kürze personalisierte KI Bots entwickelt werden, die sprechen und agieren wie die tatsächliche Person und als deren Repräsentant im Internet erscheint.

Autor: Dr. Wolfgang H. Koch, Partner

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