Frauen in Führungspositionen

„Haben Sie bis heute umsonst gearbeitet?“

„Rot als Symbol für rote Zahlen. Die Handtasche als Symbol für weniger Geld in der Tasche.“ Anlässlich des diesjährigen Equal Pay Day am 19. März und des internationalen Frauentags am 10. März haben sich Frauen der ersten Führungsebene am 17. März 2016 einen ganzen Abend der roten Tasche gewidmet. Wir näherten uns der roten Tasche aus drei verschiedenen Blickwinkeln.

März 2016

Faszination „Handtasche“. Ein Beutel voller Geheimnisse. Doch gibt sie viel über ihre Besitzerin preis. Die Wünsche der Kundinnen der Täschnerin Daniela Damm sind endlos. Sie darf nicht zu klein, nicht zu groß, nicht zu schick und aber auch nicht zu unauffällig sein. Praktisch muss sie sein. Das Innenleben der Handtasche ihrer Kundinnen sind individuell gefertigt und eine architektonische Herausforderung. An der Hüfte, auf der Schulter oder in lächerlich kleiner Form am kleinen Finger getragen, begleitet die Tasche seit Jahrhunderten die Frau, so die Kuratorin und stellvertretende Direktorin des DLM Deutschen Ledermuseum / Schuhmuseum Offenbach, Frau Dr. Rosita Nenno.  Die Tasche habe sich mit der Frau und ihren Ansprüchen entwickelt. Ein Statussymbol scheint sie schon immer gewesen zu sein. Den Kultcharakter verleiht ihr in der Moderne die Marke. Bist du eine Prada oder eine Chanel? fragt die Markenexpertin, Frau Karen Engelhardt. Die Marke der Tasche verkörpert nunmehr das Image der Frau. Als Symbol für Macht kann eine Aktentasche auf den Tisch geknallt werden oder als Symbol für Weiblichkeit die Augenfarbe besonders gut betonen. Diese Kommunikationsmittel können, wenn sinnvoll eingesetzt, eine Geheimwaffe und ein Erfolgsfaktor sein.

Eine schöne Art, sich dem ernsten Thema des Gender Pay Gaps zu nähern. Die neuen Spielarten der persönlichen Positionierung von und für weibliche Führungstalente befeuerte die Diskussion der Teilnehmerinnen.

Es sind die Frauen der ersten Führungsebenen, die diese Spielarten beherrschen und nachfolgende Generationen auf ihrem Karriereweg fördern können.

 

Equal Pay Day

Der Equal Pay Day bezieht sich auf den unbereinigten Gender Pay Gap. Die durchschnittliche Entgelt-Differenz zwischen Männern und Frauen beträgt in Deutschland 22%. Bezeichnet wird der Tag im Jahr, ab dem wir Frauen verdienen, während die Männer ab dem 1.1. verdienen. Dieses Jahr fällt der Equal Pay Day auf den 19. März 2016. Rund zwei Drittel des Gender Pay Gap lassen sich durch die Tätigkeit von Frauen in schlechter bezahlten Branchen, in häufigerer Teilzeitbeschäftigung – und in der viel geringeren Anzahl von Führungskräften erklären.

 

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